Treffen Sie uns auf der InnoTrans 2026 in Berlin · Vortrag am Donnerstag, 24. September, 16:45 Uhr, Halle 7.1a
FlowTransit

Ihr ÖPNV-Netz planen, optimieren und aktuell halten

FlowTransit ist eine Software für Linienplanung und Netzoptimierung für öffentliche Verkehrsbetriebe, Aufgabenträger und private Verkehrsunternehmen. Sie modelliert Ihr Netz aus den GTFS-Daten, die Sie bereits veröffentlichen, und aus Ihren eigenen Fahrgastdaten, erzeugt Netzvarianten entlang Ihrer Ziele und bewertet jede nach Reisezeit, Fahrgastzahlen, Erschließung und Betriebskosten.

Unser Ansatz

Wo die Netzgestaltung ansetzt

Die meisten ÖPNV-Netze wurden nie aus einem Guss entworfen. Korridore wurden vor Jahrzehnten festgelegt, Endhaltestellen entstanden dort, wo gerade günstige Flächen verfügbar waren, und jede Haushaltsrunde hat an den Rändern gekürzt oder ergänzt. Nur wenige Verkehrsbetriebe hatten je die Gelegenheit zu fragen, wie ihr Netz aussähe, wenn man es heute neu zeichnen würde.

Flow beruht auf einer klaren Haltung zum Bus. Schienenstrecken und Busspuren liegen nach dem Bau für Jahrzehnte fest; der Bus ist die Ebene des Netzes, die sich bewegen lässt. Busse bringen Fahrgäste zu den Hauptlinien, schließen die Lücken dazwischen und folgen der Nachfrage, wenn sie sich verschiebt. Aus diesem Zusammenspiel entsteht ein funktionierendes Gesamtnetz. Flow macht dieses Neuzeichnen methodisch belastbar. Ausgangspunkt sind Ihre Nachfragedaten: wo Fahrgäste ein- und aussteigen, nach Haltestelle und Stunde, dazu die daraus abgeleiteten Quelle-Ziel-Beziehungen. Diese Daten bestimmen den Entwurf, und die Arbeitsfrage lautet dann, welches Netz diese Fahrten bedient.

Wo die Nachfrage liegt
Netzvarianten darübergelegt

Der Entwurf geht von der Nachfrage aus

Die Fahrgastdaten sind der Maßstab, an dem sich eine Netzneuordnung messen lassen muss. Jede Variante wird an den Fahrten bewertet, die Fahrgäste heute unternehmen, nach Haltestelle und Stunde, bevor auch nur eine Linie auf der Karte verschoben wird.

Änderungen werden im Gesamtnetz beurteilt

Linien konkurrieren um dieselben Fahrgäste und dieselben Fahrzeuge. Eine Änderung, die einer Linie hilft, kann deshalb zwei andere schwächen. Flow bewertet jede Änderung auf Netzebene, einschließlich der Fahrgäste, die zwischen Linien wechseln, und der Anschlüsse an die Schiene und an die übrigen Verkehrsmittel, die der Bus bedient.

Die Vorgaben macht der Verkehrsbetrieb

Gewichtungen und Randbedingungen legen Sie fest, und jedes Szenario weist die Annahmen aus, unter denen es bewertet wurde. Der Optimierer sucht nur innerhalb dieser Grenzen, die Entscheidung treffen die Planungsteams, und jedes erzeugte Netz lässt sich von Hand bearbeiten.

Das Modell bleibt zwischen zwei Netzneuordnungen aktuell

Städte verändern sich weiter, auch nachdem der Plan beschlossen ist. Das Modell übernimmt Straßensperrungen, neue Ziele und veränderte Nachfrage, sodass die nächste Angebotsänderung vom heutigen Netz ausgeht.

So funktioniert es

Von Ihrem veröffentlichten Datensatz zum beschlossenen Plan

Angebot laden

Binden Sie die GTFS-Daten (den Fahrplandatensatz) ein, die Sie bereits veröffentlichen, und das gesamte Netz wird auf realer Straßengeometrie geladen. Liegen Daten aus der automatischen Fahrgastzählung (AFZ/APC) oder aus dem Ticketverkauf vor, kalibriert sich das Nachfragemodell daran; ohne sie schätzt es die Nachfrage aus Flächennutzung und Pendlerdaten.

Netzvarianten erzeugen

Ein trainierter Optimierer durchsucht Kombinationen aus Linienführung und Taktung anhand Ihrer Nachfragedaten und liefert vollständige Netzvarianten, gewichtet zwischen Reisezeit der Fahrgäste und Betriebskosten in dem Verhältnis, das Sie festlegen.

Mit dem heutigen Netz vergleichen

Jedes Szenario wird Linie für Linie am derzeit gefahrenen Angebot gemessen, und beide Netze werden auf derselben Karte dargestellt.

Ergebnis veröffentlichen

Exportieren Sie das beschlossene Szenario als GTFS, dazu Karten für die Gremien und, für Verkehrsbetriebe in den USA, die Tabellen zur Angebotsgerechtigkeit, die die dort vorgeschriebene Title-VI-Analyse verlangt.

Das Modell

Das gesamte Problem in einem Modell

Ein reales städtisches Liniennetz lässt sich auf astronomisch viele Arten gestalten. Planungswerkzeuge haben deshalb schon immer Eingangsgrößen weggelassen, um das Problem handhabbar zu halten. Flow wurde dafür gebaut, alle gleichzeitig zu berücksichtigen: Ein Modell aus Deep Reinforcement Learning auf Graph Neural Networks lernt Netztopologien aus realen und synthetischen Städten und leitet dann auch für große Netze in weniger als einer Sekunde optimierte Konfigurationen ab.

Eingangsdaten
  • GTFS-Netz und Fahrpläne
  • Chipkarten- und Tarifdaten
  • Fahrzeugortungsdaten (AVL/RBL)
  • Historische Fahrgastzahlen und Quelle-Ziel-Nachfrage
  • Zensus, Flächennutzung und Straßennetz
  • Wetter, Verkehrslage und Veranstaltungen
  • Und weitere
Das Modell

Deep Reinforcement Learning auf Graph Neural Networks

Bildet die volle Komplexität des Netzes ab und optimiert Linienführung und Taktung gemeinsam, sodass keine Eingangsgröße vereinfacht werden muss.

Inferenz in unter 1 Sekunde
Ergebnisse
  • Optimierte Linienführung
  • Taktung nach Tageszeit
  • Lage und Zusammenlegung von Haltestellen
  • Plan für den Fahrzeugeinsatz
  • Reaktion auf Störungen in Echtzeit
  • Abwägung zwischen Kosten und Angebot
  • Beschlossene Szenarien als GTFS
  • Planung von Bus- und Radfahrstreifen
  • Mit dem Schienenverkehr abgestimmte Fahrpläne
  • Tagesgenaue Betriebsprognosen
  • Karten und Berichte für die Gremien
  • Title-VI-Tabellen zur Angebotsgerechtigkeit (USA)

Jede Empfehlung lässt sich in die Planungswerkzeuge exportieren, die Sie bereits nutzen. Flow ergänzt Ihre bestehende Systemlandschaft als Optimierungsebene.

Der Vorteil von Flow

Was sich gegenüber heutigen Werkzeugen ändert

Der größte Nutzen liegt in vier Unterschieden. Ausführlich, auch dazu, was die KI nicht entscheidet, lesen Sie auf der Seite KI und Big Data im öffentlichen Nahverkehr.

Heutige Werkzeuge Mit FlowTransit

Netzkomplexität

Heutige WerkzeugeModelle lassen Variablen weg, damit sie rechenbar bleiben.

Mit FlowTransitFlow bildet weit mehr vom realen Netz ab und kommt einer echten Simulation deutlich näher.

Szenariengenerierung

Heutige WerkzeugeJede Variante wird von Hand gezeichnet und über Tage oder Wochen modelliert, was die Zahl der untersuchten Varianten begrenzt.

Mit FlowTransitFlow schlägt neue Netze vor, berechnet Millionen von Möglichkeiten in Minuten und legt die stärksten zur Prüfung vor.

Bewertung

Heutige WerkzeugeFür die Wirkung auf die Fahrgastzahlen ist ein eigener Lauf des Verkehrsmodells nötig.

Mit FlowTransitJede Änderung bewertet das gesamte Netz sofort neu, während Sie sie vornehmen.

Nachvollziehbarkeit

Heutige WerkzeugeBerichte werden im Nachhinein von Hand zusammengestellt.

Mit FlowTransitAutomatisch erzeugte Berichte erläutern jede Änderung mit Karten, Kennzahlenübersichten und Erreichbarkeitsanalysen.

Im Werkzeug

Womit Planungsteams täglich arbeiten

Linienentwurf

Zeichnen auf realen Straßen

Linien folgen Straßen, die ein Bus befahren kann, sodass Fahrzeiten auf realen Streckenlängen und Abbiegevorgängen beruhen. Takte werden je Verkehrszeit festgelegt, Bedienungszeitraum und Linienäste direkt bearbeitet, und die Fahrzeiten stammen aus Ihren historischen Fahrzeugortungsdaten statt allein aus der Geometrie. Bus- und Radfahrstreifen liegen auf derselben Arbeitsfläche und werden zusammen mit den Linien gezeichnet und geprüft, denen sie dienen.

Optimierung

Netzvarianten entlang Ihrer Ziele erzeugen

Sie legen die Gewichtung zwischen Kosten, Angebot, Erschließung und Reisezeit fest, dazu feste Grenzen wie Flottengröße, Linienlängen und Haltestellenabstände. Flow durchsucht innerhalb dieser Grenzen Kombinationen aus Linienführung und Taktung und liefert vollständige Netzvarianten, die alle nach derselben Methode bewertet werden. So kommen auch starke Optionen zum Vorschein, die niemand von Hand gezeichnet hätte.

Szenariovergleich

Bewertet gegenüber dem heutigen Angebot

Ein Netz dient als Referenzplan; zu Beginn ist das das heute gefahrene Angebot. Unterschiede werden Linie für Linie zugeordnet. Verbessert sich Linie 6 nur, weil Fahrgäste auf eine schnellere Parallellinie gewechselt sind, zeigt der Bericht diese Verlagerung neben dem Gewinn.

Szenario gegenüber Referenzplan
  • Linie 6 bis Mercy Hospital verlängert+2,7 km, +1 Bus
  • Linie 22 in der Spitze vom 20- auf den 15-Minuten-Takt-3,1 Min. Wartezeit, +2 Busse
  • Linie 9: südlicher Ast entfällt-142 Fahrgäste pro Tag
  • Linie 31 unverändertkeine Änderung
Besetzung

Wo die Fahrzeuge voll werden

Ein- und Aussteiger werden je Haltestelle ausgewiesen, und die Besetzung wird auf jedem Abschnitt einer Linie mit der Kapazität des eingesetzten Fahrzeugs abgeglichen. Eine Taktänderung, die einen Korridor entlastet und dafür im nächsten Überfüllung erzeugt, wird sichtbar, bevor der Fahrplan erstellt ist.

Sitzplatzkapazität BetriebshofInnenstadtUni
Laufende PlanungBeta

Den Plan aktuell halten

Das Modell bleibt zwischen zwei Netzneuordnungen aktuell. Straßensperrungen und neue wichtige Ziele werden mit einem Klick übernommen, und Flow durchsucht Echtzeitdaten nach Mustern wie Pulkbildung und schlägt Maßnahmen vor. So geht jede Angebotsänderung vom heutigen Netz aus. Prognosen, die mit den Daten Ihres letzten Betriebsjahres trainiert wurden, schätzen ab, wie jeder Tag voraussichtlich verlaufen wird, und aktualisieren sich laufend. Die Folgen einer Verspätung am Morgen für den Nachmittag zeigen sich dadurch früh. Geplante Veranstaltungen funktionieren genauso: Für ein Fußballspiel oder einen Marathon wird das Angebot im Voraus geplant und danach wieder zurückgesetzt. Dasselbe Modell blickt auch nach vorn. Sie hinterlegen das Wachstum, das Ihre Stadt erwartet (neue Wohngebiete, einen Hochschulcampus, einen umgewidmeten Korridor), und gestalten das Netz dafür, bevor es so weit ist.

Exporte

Wie der Plan aus der Software in den Betrieb kommt

Ein beschlossenes Szenario wird als GTFS exportiert. Die Änderung erreicht so Fahrplanauskünfte und Fahrgast-Apps, ohne dass jemand einen Fahrplan neu abtippen muss. Karten, Vergleichstabellen und Analysen zur Angebotsgerechtigkeit entstehen aus demselben Szenario.

Szenariobericht Karten für Gremien Title-VI-Analyse
Was ausgewiesen wird

Die vier Kennzahlen hinter den meisten Angebotsentscheidungen

Diese vier Gesichtspunkte spielen bei Angebotsentscheidungen am häufigsten eine Rolle. Meist steht hinter jedem eine andere Datenquelle, und es gibt keinen Ort, an dem man sie zusammen sieht. Wie stark jeder gewichtet wird, ist eine politische Entscheidung, die kein Verkehrsbetrieb genau wie ein anderer trifft: Ein Fahrgastziel und ein Erschließungsauftrag ziehen in unterschiedliche Richtungen. Flow berechnet die Kennzahlen für jedes Netz, das Sie zeichnen, jedes Mal nach derselben Methode. Ihre Gremien legen die Gewichtung fest, und die Zahlen bleiben vergleichbar.

Reisezeit

Modellierte Reisezeit von Tür zu Tür, einschließlich Fußweg zur Haltestelle, Wartezeit und etwaiger Umstiege.

Zuverlässigkeit

Pünktlichkeit und Taktstabilität, modelliert aus Ihren historischen Fahrzeugortungsdaten, samt der Ausgleichszeit, die jede Linie braucht, um Schwankungen der Fahrzeit aufzufangen.

Kosten

Fahrzeugbedarf, Fahrplanstunden, Nutzwagen- und Leerkilometer sowie Wendezeiten, berechnet je Szenario, damit die Abwägung gegenüber der Angebotsqualität offen sichtbar ist.

Erreichbarkeit

Wie viele Ziele die Bevölkerung innerhalb von 45 Minuten von Tür zu Tür erreicht, aufgeschlüsselt nach Stadtteil.

Gerechtigkeit und Erreichbarkeit

Verteilungswirkungen kennen, bevor die Öffentlichkeit beteiligt wird

Die meisten Netzneuordnungen sind kostenneutral. Was an einer Stelle hinzukommt, fehlt an einer anderen, und die Gremien werden fragen, welche Stadtteile die Einbußen tragen. Flow weist die Veränderung von Fahrplanstunden, Erschließung und Reisezeit kleinräumig nach statistischen Bezirken aus. Für Verkehrsbetriebe in den USA prüft Flow sie zudem gegen die Title-VI-Schwellenwerte für ungleiche Auswirkungen und unverhältnismäßige Belastung (disparate impact, disproportionate burden), die das Aufsichtsgremium beschlossen hat.

TITLE VI Gerechtigkeits- analyse
Wirkung

Was daraus in der Summe entsteht

Angebot passend zur Nachfrage

Linienführung und Taktung richten sich danach, wohin Menschen laut Ihren Fahrgast- und Quelle-Ziel-Daten unterwegs sind.

Kürzere Reisezeiten und bessere Anschlüsse

Die Reisezeit von Tür zu Tür sinkt im gesamten Netz, gerechnet mit Fußweg, Wartezeit und Umstieg.

Mehr Fahrgäste

Jedes Netz wird an den Fahrten bewertet, die es bedient. So wird sichtbar, wo der ÖPNV Fahrgäste vom Auto gewinnt.

Höhere Zuverlässigkeit

Takte und Fahrzeugbedarf beruhen auf gemessenen Fahrzeiten, und Linien mit Neigung zur Pulkbildung werden anhand historischer Daten markiert.

Mehr Erschließung pro Euro

Mehr Menschen wohnen in der Nähe eines dichten Takts, bei gleichem Betriebsbudget.

Anbindung unterversorgter Gebiete

Jedes Szenario zeigt, wer an Erreichbarkeit gewinnt oder verliert, mit exportierbaren Berichten für Ausschusssitzungen.

Warum Flow

Was Flow ersetzt

Netzneuordnungen werden noch immer häufig als Gutachten an Planungsbüros vergeben, und zwischen diesen Gutachten arbeiten Planungsteams mit einer GIS-Ebene und einer Tabellenkalkulation. Ein Gutachten liefert Varianten erst nach Monaten, die Annahmen stecken in einem Modell, das der Verkehrsbetrieb nicht einsehen kann, und jede Nachfrage aus den Gremien bedeutet eine weitere Runde im Rahmen des Auftrags.

Liegt das Modell im eigenen Haus, sind Varianten in derselben Woche da, die Annahmen liegen offen vor den Planerinnen und Planern, eine Frage aus den Gremien kostet einen Nachmittag, und die Analyse gehört dem Verkehrsbetrieb.

Sehen Sie Flow mit Ihrem eigenen Netz

Vereinbaren Sie eine Vorführung und bringen Sie die Linienfrage mit, an der Sie gerade arbeiten.